Influencer und Werbung- der Versuch aufzuklären

Die Abmahnwelle: So richtig durchblicken tut wohl keiner mehr. Niemand kann einem sagen man als Werbung kennzeichnen muss und wer dazu überhaupt verpflichtet ist. Diese Unsicherheiten haben natürlich ihre Gründe und darüber möchte ich euch in diesem Post aufklären.

Haftungsausschluss:

Einmal vorab: Ich bin Jurastudentin im 3. Semester und demnach absolut KEINE Expertin! Der Text, sowie alle von mir verfassten Kommentare darunter und jede meiner  sonstigen Aussagen wurden von mir nach bestem Gewissen verfasst. Sie sind aber absolut unverbindlich und stellen demnach KEINE Rechtsberatung dar.
Änderungen und Ergänzungen bleiben vorbehalten.

So, das musste einmal gesagt werden. Fangen wir mal an…aber wo ? Fragen über Fragen über Fragen:

1.  Wieso kann mir niemand sagen was genau ich als Werbung kennzeichnen muss?

Muss das nicht eindeutig im Gesetz stehen ? Ein klares nein! Gesetze sind abstrakt-generelle Regelungen [jaja sch*** Juristendeutsch], das bedeuted sie sind für eine Vielzahl von Fällen und eine Vielzahl von Personen formuliert.
Die Influencerwerbung ist dabei ein so neues und auch spezielles Gebiet, dass es schlichtweg keine Gesetze gibt, die hierauf zugeschnitten sind und somit werden die allgemeinen Vorschriften (zum Beispiel des Wettbewerbsrechts) angewandt.

2. Und wieso die „Abmahnwelle ?

Die aktuelle Entwicklung kommt einfach daher, dass kürzlich einige Gerichte entschieden haben, wie diese Gesetze auf Instagramposts anzuwenden sind. Die sogenannte Rechtsprechung.

3. Kann man sich an der Rechtssprechung orientieren?

Orientieren ja, aber die Entscheidung eines Gerichts bindet die anderen Gerichte in der Regel nicht. Sprich: Nur weil das Gericht in Berlin etwas entschieden hat, heißt das lange nicht, dass das Hamburger (oder Düsseldorfer oder Münchener…) Gericht das genauso entscheidet.
Das einzige Gericht, dessen Urteile bindend sind ist der Bundesgerichtshof (BGH).
Zu einem solchen Urteil kommt es jedoch in der Regel nur, wenn man das erste Urteil „nicht aktzeptiert“, vor das nächsthöhere Gericht zieht (ja, hier gibt es eine Art Rangordnung) und diese Entscheidung dann wieder nicht aktzeptiert. Dann landet man vor dem BGH, dessen Urteil alle anderen Gerichte bindet.
Ein solches Urteil gab es -meines Wissens nach- auf diesem Gebiet aber noch nicht, sodass jedes Gericht theoretisch– im Rahmen des Gesetzes- anders entscheiden kann.

4. Hat das etwas mit der DSGVO zu tun ?

Nein. Es sind zwar beides aktuelle Themen und natürlich hängt jeder Schnippsel unseres Rechtssystems irgendwo zusammen, aber einen direkten Zusammenhang gibt es nicht.

 

So viel zum ersten Post zum Thema Influencer und Werbung. Der Zweite wird sicher nicht lange auf sich warten lassen. Deshalb schreibt mir gerne eure  Fragen-egal ob in den Kommentaren, per Mail (mail@celinesofficial.com), per Direktnachricht auf Instagram oder auf sonstigem Wege.
Auch Kritik nehme ich sehr gerne entgegen. Positive aber auch negative.

Der nächste Post? Vermutlich zum Thema „Wen betrifft das Ganze überhaupt“. Wann? Versprechen will ich nichts, aber alz lange wird´s nicht dauern ;).
Wenn ihr zu den Ersten gehören wollt, die hiervon erfahren, abonniert gerne meinen Newsletter (rechts) und/ oder folgt mir bei Instagram.

XX

erstellt am: 02.07.2018- 2Kommentare


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Kommentar

Wirklich kompliziert das Ganze! Ich würde mich auf jeden Fall über den nächsten Post sehr freuen, da ich denke, dass das ein wichtiges Thema ist. Ich habe nun vorsichtshalber auf meinem Blog alles mit Werbung gekennzeichnet, obwohl ich fast alles selbst gekauft habe.
Liebe Grüße,
Cindy ❤ http://www.fraeulein-cinderella.de

Ich würde behaupten, dass das vorerst auch der sichere Weg ist, werde dazu aber auf jeden Fall einen ausführlichen Blogpost schreiben.
Danke für dein Feedback und hab einen schönen Tag
XX Celine :*